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Erlebte Tierschutzgeschichten von Anja Griesand

Zu meiner Person


Wie ich zum Tierschutz kam


Seit ich denken kann, ist die Liebe zu Tieren ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Meine Mutter sagt immer, ich sei schon tierlieb geboren, und dem ist auch so. Schon als kleines Kind suchte ich ständig die Nähe zu Tieren, und das hat sich bis heute nicht geändert, im Gegenteil, eher verstärkt.

Egal welches Urlaubsland ich besuchte, ich hatte immer ein Tier zu retten. Schon 1980 kam es zu einer Erfahrung, die mir die Augen für das Leid der Tiere im Ausland öffnete. Mit 14 Jahren war ich mit meinen Eltern im Urlaub auf La Manga in Spanien. In der Nähe des Hotels lief ein großer schwarzer Hund herum; ich lockte ihn an, gab ihm etwas zu essen. Er hatte eine Verletzung an der Wange. Ich bettelte meine Eltern an ihn mitnehmen zu dürfen, aber mein Vater meinte, der Hund habe bestimmt einen Besitzer und man könne nicht einfach ein Tier nach Deutschland mitnehmen. Eines Abends kam der Hund nicht mehr; ich suchte ihn. Jemand sagte mir, der Hund sei abgeholt worden und lebe jetzt in einem Tierheim. Damals dachte ich, dass dieser wunderschöne Hund sicher von seinem Besitzer dort abgeholt würde. Ich hoffe heute noch, dass dies auch so war, wobei mir bewusst ist, dass die Realität wohl anders aussah. Mir ging dieser Hund, den ich Chico nannte, nie mehr aus dem Kopf. Bei jedem großen schwarzen Hund, den ich vermittele, denke ich noch heute an ihn. Vermutlich wurzelt meine Liebe zu schwarzen Hunden, besonders zu den gestromten Bardinos der Kanarischen Inseln, in diesem Erlebnis.

Mit 18 Jahren lernte ich auf einem Basar Tierschützer aus meiner Umgebung kennen und fragte sie, ob ich helfen dürfe. Seit diesem Tag bin ich mit Leib und Seele aktive Tierschützerin. Mitte der 90er Jahre kam dann der Auslandstierschutz zum deutschen Tierschutz hinzu. Während eines Urlaubs auf Mallorca lernte ich eine mallorquinische Tierschützerin kennen und begann sie bei der Vermittlung von Hunden nach Deutschland zu unterstützen. Ich erinnere mich noch an viele Abholungen von Hunden, bei denen ich, damals junge Mutter, mit zwei quicklebendigen Kleinkindern im Frankfurter Flughafen stand, ein Kind an der Hand, das zweite Kind auf einer Hundetransportbox sitzend. Für meine beiden Söhne ist Tierschutz etwas ganz Normales, zu ihrem Leben Gehörendes; noch heute - sie sind jetzt erwachsen - kann ich jederzeit auf ihre Unterstützung dabei  hoffen. Sie lieben Tiere genauso wie ich, und das ist auch gut so!

Ende der 90er Jahre besuchte ich mit meiner Familie Fuerteventura und lernte dort Tierschützer kennen, die noch ganz am Anfang ihrer Tierschutzarbeit waren; ich unterstützte sie für viele Jahre ehrenamtlich. Noch heute bin ich mit dem Herzen auf den Kanarischen Inseln und rette Hunde von dort.

Wie Sie sicher wissen, gibt es immer viel zu erzählen, wenn man eigene Tiere hat und Tiere rettet; man kommt mit den unterschiedlichsten Tieren und Menschen zusammen. Manches Unvergessliche aus der oft traurigen Tierschutzarbeit kann und möchte ich erzählen, manches Erschütternde möchte und werde ich nie erzählen, denn es verfolgt mich noch heute in meinen Träumen. Es ist unvorstellbar, welches Leid Menschen über Tiere bringen können und vor allem zu welcher Grausamkeit Menschen fähig sind.

Ich freue mich, Ihnen nach meinem Buch "Bardino - Hütehund der Kanaren" nun auch meine Tierschutzgeschichtenbücher "Corazón heißt Herz", "Aslak, das Hundemodel" und "Connor, der sanfte irische Riese" vorstellen zu dürfen. Darin geht es nicht nur um Tierschutzfälle, sondern auch um die Erlebnisse mit unseren eigenen Tieren und denen meiner Freunde und Bekannte. Die Geschichten wurden mit viel Herzblut geschrieben, und ich hoffe, Sie werden bei der Lektüre mit mir lachen und weinen!


 Anja Griesand